TrockenBARF: Herstellung, Anwendung und Unterschiede zu anderen Futterarten
Aktualisiert: 2. Okt.
BARF fanden wir gut. Im Van irgendwann nicht mehr ganz so sehr. Frisches Fleisch braucht Kühlung, nimmt Platz weg, und unterwegs wird aus einer eigentlich einfachen Fütterung schnell ziemlich viel Organisation. Genau da kam bei uns die Frage auf: Warum kann man die Idee hinter BARF nicht so mitnehmen, dass sie in eine Tasche passt?
Aus dieser Frage ist TrockenBARF bei WildFrost entstanden. Der Begriff ist kein geschützter Fachbegriff, verschiedene Hersteller meinen damit Unterschiedliches. Für uns bedeutet er gefriergetrocknete Snacks und Toppings aus klar benannten Zutaten in Lebensmittelqualität. Je nach Sorte verarbeiten wir Fleisch oder Fisch roh oder dämpfen es vorher schonend. Danach wird gefriergetrocknet, damit daraus ein leichtes, trockenes Produkt wird, das keine Kühltruhe im Van braucht. Für uns steckt im Namen genau die Idee, mit der alles angefangen hat: erkennbare Zutaten wie beim BARF, aber so unkompliziert zu lagern und mitzunehmen wie ein trockenes Produkt.
Was TrockenBARF bei uns nicht ist: ein Alleinfutter. Unsere Produkte bleiben Snacks und Ergänzungen zur täglichen Fütterung. Aber der Gedanke dahinter ist bis heute derselbe wie damals unterwegs: Wir wollten echtes, erkennbares Futter einfacher in unseren Alltag bekommen.
Wie TrockenBARF bei uns hergestellt wird
Fleisch, Fisch und Gemüse werden geschnitten und portioniert.
Nicht jede Sorte behandeln wir gleich. Manche Zutaten gehen roh in die Gefriertrocknung, andere dämpfen wir vorher schonend. Bergkraft ist roh verarbeitet, Alpenbissen und Küstenbissen werden gedämpft. Bei der PUR-Linie steht es pro Sorte auf der Produktseite.
Die Stücke werden schockgefrostet und anschließend unter Vakuum gefriergetrocknet. Dabei geht das Eis direkt in Wasserdampf über, mit kontrollierter Wärmezufuhr, aber ohne die hohen Temperaturen von Extrusion oder Backen.
Abfüllen in Gläser oder Beutel, vakuumverschlossen.
Wie das Verfahren im Detail funktioniert und wo seine Grenzen liegen, steht im Beitrag Gefriergetrocknetes Hundefutter: Vorteile, Anwendung und Grenzen.
Der Vergleich: TrockenBARF, Trockenfutter, rohes BARF
TrockenBARF (WildFrost) | Klassisches Trockenfutter | Rohes BARF | |
Verarbeitung | roh oder gedämpft, dann gefriergetrocknet | häufig unter Druck und Hitze extrudiert, je nach Produkt auch gebacken oder kaltgepresst | roh, meist tiefgekühlt |
Zutaten | benannte Stücke mit Prozentangabe, bei PUR eine Zutat | Rezeptur mit vielen Komponenten, oft mit zugesetzten Vitaminen und Mineralstoffen | selbst zusammengestellt oder fertige Menüs |
Lagerung | ungeöffnet ohne Kühlung, nach Lagerhinweis | ohne Kühlung | durchgehend gekühlt oder tiefgefroren |
Anwendung | Snack, Topping, Fleischkomponente unterwegs | Hauptfutter | Hauptfutter, wenn die Ration berechnet ist |
Futterart | Snack bzw. Ergänzung; rechtlich je nach Produkt Einzelfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel | meist Alleinfuttermittel | kann die Hauptfütterung bilden, wenn die Ration bedarfsdeckend zusammengestellt ist |
Ob Trockenfutter, Nassfutter, BARF oder TrockenBARF zu deinem Alltag passt, hängt davon ab, was du damit vorhast. Jede Futterart erfüllt einen anderen Zweck. Ein Alleinfutter, ob trocken, nass oder roh, muss den Tagesbedarf decken. Ein Snack muss das nicht, soll aber gut schmecken, gut zu dosieren sein und ehrlich deklariert.
Was die Gefriertrocknung schont, und was nicht
Weil keine hohen Temperaturen nötig sind, bleiben Struktur, Geruch und Geschmack der Zutaten weitgehend erhalten. Hitzeempfindliche Bestandteile werden geschont. Dass Gefriertrocknung schonend arbeitet, heißt aber nicht automatisch, dass jedes gefriergetrocknete Produkt mehr Nährstoffe enthält als jedes andere Futter. Für so einen Vergleich müsste man die konkreten Rezepturen und Analysen nebeneinanderlegen. Deshalb machen wir daraus kein Werbeversprechen.
Bei unseren roh verarbeiteten Sorten bleibt außerdem wichtig: Gefriertrocknung ist kein Garen. Was roh in den Prozess geht, behandelst du auch danach wie ein rohes Fleischprodukt. Deshalb nach dem Portionieren Hände waschen und Näpfe sauber halten, wie bei frischem Fleisch.
80/20 bei unseren Menü-Snacks: Was das heißt und was nicht
Alpenbissen und Bergkraft sind nach einem Verhältnis von rund 80 Prozent Fleisch zu 20 Prozent weiteren Zutaten rezeptiert (Bergkraft 81,1 Prozent Weiderind, Alpenbissen 80 Prozent Hühnerbrust vom Freilandhuhn). Küstenbissen setzt mit 56,4 Prozent Alaska-Seelachs aus Wildfang einen Fischakzent. Die PUR-Linie besteht pro Sorte aus genau einer Zutat.
Wichtig: 80 Prozent Fleisch sehen auf einer Zutatenliste erst einmal nach viel aus. Ob eine tägliche Ration wirklich vollständig versorgt, lässt sich daraus aber nicht ablesen. Dafür braucht ein Alleinfutter eine abgestimmte Rezeptur, und eine selbst zusammengestellte BARF-Ration eine Berechnung. Unsere TrockenBARF-Produkte bleiben Snacks und Ergänzungen. Wenn du sie in die Fütterung einbaust, rechne deshalb mit der tatsächlichen Trockenmenge und den Angaben der jeweiligen Produktseite. 50 Gramm TrockenBARF werden nicht einfach gegen 50 Gramm frisches Fleisch getauscht.
Warum wir TrockenBARF überhaupt gemacht haben
TrockenBARF ist bei uns nicht am Schreibtisch entstanden. Es kam aus einem ganz einfachen Problem unseres eigenen Alltags. Mit Peanut und Mellow wollten wir genau wissen, was im Napf landet. BARF passte zu diesem Gedanken. Im Van zeigte sich aber schnell die andere Seite: Tiefkühlfleisch braucht Platz, Kühlung und Planung. Wenn jeder Zentimeter zählt, wird eine große Menge gefrorenes Fleisch ziemlich unpraktisch.
Wir wollten deshalb nicht die Zutaten verändern, sondern die Handhabung. Genau deshalb hat uns die Gefriertrocknung so begeistert. Aus Fleisch, Fisch und anderen Zutaten entsteht ein trockenes, leichtes Produkt, das sich unkompliziert mitnehmen lässt. Bei unseren Sorten siehst du trotzdem, was verarbeitet wurde. Bei PUR gehen wir noch einen Schritt weiter: Dort besteht jede Sorte aus genau einer deklarierten Zutat.
Darauf sind wir stolz. Nicht, weil TrockenBARF automatisch besser wäre als jede andere Futterart. Sondern weil wir damit eine Lösung gebaut haben, die uns selbst gefehlt hat.
Wie du TrockenBARF einsetzt
Als Snack: aus der Hand, beim Training in Krümeln.
Als Topping: zerbröselt über Trocken- oder Nassfutter, oder kurz in warmem Wasser eingeweicht und untergemischt.
Als Fleischkomponente unterwegs: auf Wanderungen, Reisen oder im Van, wo Tiefkühlfleisch keinen Platz hat. Für mehrtägige Touren das gewohnte Hauptfutter trotzdem mitnehmen.
Als Ergänzung zur BARF-Ration: die roh verarbeiteten Sorten, eingerechnet nach Trockenmenge.
Alle Snacks zusammen sollten als Faustregel nicht mehr als etwa 10 Prozent der täglichen Energie liefern. Welche Sorte zu welcher Situation passt, zeigt der Snackberater für Hunde; für Katzen gibt es den Snackberater für Katzen. Für Hunde mit Futtermittelallergie entscheidet das Diätprotokoll, nicht die Futterart, mehr dazu im Ratgeber Hundefutter bei Allergie.
Das komplette TrockenBARF-Sortiment mit Menü-Snacks, Toppings und PUR-Linie findest du im Shop. Offene Fragen beantwortet unsere FAQ.
Zum Schluss
TrockenBARF ist für uns viel mehr als ein Name auf einer Packung. Es erinnert uns daran, warum wir WildFrost überhaupt angefangen haben: Wir wollten Futter mit klar erkennbaren Zutaten, aber wir wollten nicht jedes Mal eine Kühlbox einpacken, sobald wir mit den Hunden unterwegs sind. Heute schneiden, portionieren, dämpfen oder verarbeiten wir roh und gefriertrocknen unsere Produkte in unserer Manufaktur in Garmisch-Partenkirchen. Aus der Idee aus unserem eigenen Alltag ist ein Sortiment geworden, das wir selbst gern dabeihaben.
TrockenBARF ersetzt kein ausgewogenes Alleinfutter und macht aus einem Snack keine vollständige Mahlzeit. Genau das wollen wir auch gar nicht behaupten. Wir wollten etwas anderes lösen: Wie bekommt man gutes Fleisch aus der Tiefkühltruhe und hinein in den Rucksack? Für uns war die Antwort WildFrost.
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Handgemacht in unserer Manufaktur in Garmisch-Partenkirchen.




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