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Leckerlis während der Ausschlussdiät: Was ist erlaubt?

23. Sept.
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Okt.

Wenn du einmal angefangen hast, bei deinem Hund wirklich auf jede einzelne Zutat zu schauen, verändert sich dein Blick auf Futter. Bei uns kam dieser Punkt durch Peanut und Mellow. Beide haben konventionelles Futter nicht gut vertragen. Plötzlich war nicht mehr nur wichtig, was vorne auf einer Packung steht, sondern was tatsächlich drin ist.

Und genau da wird eine Ausschlussdiät im Alltag schwierig. Im Napf hältst du dich ganz genau an den Plan, aber dann kommt das Training, die Hundeschule oder dieser eine Blick, bei dem man normalerweise einfach in die Leckerli-Tasche greift.

Leckerlis müssen während einer Ausschlussdiät deshalb nicht automatisch tabu sein. Aber sie müssen genauso konsequent zum Diätprotokoll passen wie das Hauptfutter. Welche Belohnung möglich ist, hängt davon ab, welche Diät dein Hund bekommt und was deine Tierarztpraxis dafür freigegeben hat. Bekommt dein Hund eine neue Proteinquelle, kann genau diese auch bei der Belohnung in Frage kommen, sofern euer Diätplan es erlaubt. Hat deine Tierarztpraxis eine hydrolysierte Diät gewählt, bleib bei den dafür vorgesehenen Belohnungen oder nutze einen Teil der Tagesration; ein zusätzlicher Fleischsnack passt hier in der Regel nicht zum Konzept. Der kleine Keks zwischendurch wirkt schnell harmlos. Gehört er nicht zum Diätplan, kann er euch die Auswertung unnötig schwer machen und im ungünstigsten Fall dafür sorgen, dass ihr länger testen oder noch einmal beginnen müsst. Hier erfährst du, worauf es ankommt, wo versteckte Zutaten lauern und wie du trotzdem entspannt trainieren kannst.

Warum Leckerlis die Ausschlussdiät so oft scheitern lassen

Bei einer Ausschlussdiät bekommt dein Hund mindestens 8 Wochen lang ausschließlich die festgelegte Diät. Das Hauptfutter ist dabei selten das Problem, Halter achten sehr genau darauf, was im Napf landet. Schwieriger ist alles andere: der Hundekeks beim Bäcker, der Kauknochen vom Nachbarn, das Leckerli in der Hundeschule oder der Zahnpflege-Snack am Abend.

Bei empfindlichen Hunden können bereits kleine Mengen eines Auslösers die Symptome erneut aufflammen lassen. Du weißt dann nicht mehr, ob die Diät nicht wirkt oder ob der Snack schuld war, und musst im schlimmsten Fall von vorn beginnen. Ausführlich erklären wir die Ausschlussdiät in unserem Ratgeber Hundefutter bei Allergie.

Die Regel: Erst das Diätprotokoll, dann das Leckerli

  1. Welche Diät läuft? Mit neuer Proteinquelle oder hydrolysiert? Das legt der Tierarzt fest, und davon hängt alles Weitere ab.

  2. Hydrolysierte Diät: Belohnungen am sichersten aus der verordneten Ration selbst oder aus Produkten, die der Tierarzt ausdrücklich freigegeben hat. Intaktes Fleisch, auch aus einer einzigen Zutat, kann den Versuch stören.

  3. Diät mit neuer Proteinquelle: Die Belohnung besteht aus genau dieser Proteinquelle und sonst nichts. Läuft die Diät mit Hirsch, ist auch das Leckerli aus Hirsch. Keine Mischungen, kein Getreide, keine Aromen, keine Bindemittel.

  4. Keine Ausnahmen: Auch nicht „nur ein kleines Stück“ oder „nur am Wochenende“.

  5. Alle einweihen: Kinder, Großeltern, Hundesitter und die Hundeschule müssen Bescheid wissen.

Versteckte Zutaten: Hier lauern die Fallen

Viele Produkte enthalten mehr, als der Name verspricht. Achte besonders auf:

  • „Mit“-Produkte: Nach dem FEDIAF-Kennzeichnungsleitfaden bedeutet „mit Hirsch“ mindestens 4 Prozent Hirsch. Das Produkt kann daneben weitere tierische oder pflanzliche Zutaten enthalten, zum Beispiel Huhn, Rind oder Getreide.

  • Kauartikel und Dentalsticks: Enthalten häufig Weizen, Geflügel oder Milchbestandteile.

  • Tabletten mit Geschmack: Wurm- und Zeckenmittel mit Aroma können tierisches Eiweiß enthalten. Frag deine Tierärztin nach einer geschmacksneutralen Alternative.

  • Tischreste und Leberwurst: Der Klassiker, um Tabletten zu verstecken, und ein häufiger Grund für gescheiterte Diäten.

  • Falsch deklarierte Produkte: Eine Übersicht mehrerer Laboruntersuchungen fand im Median 45 Prozent der getesteten Heimtierfutter mit Zutaten, die nicht auf dem Etikett standen, mit einer Spannweite von 0 bis 83 Prozent je nach Studie. Betroffen waren auch Futter für Ausschlussdiäten (Olivry & Mueller 2018).

Warum wir bei PUR so genau wissen wollen, was in der Packung steckt

WildFrost ist nicht entstanden, weil wir noch einen weiteren Hundesnack ins Regal stellen wollten. Wir wollten Produkte machen, bei denen wir selbst genau wissen, was wir unserem Hund gerade geben.

Diese Haltung begleitet uns bis heute. Wir haben monatelang nach Lieferanten gesucht, bei denen Herkunft und Haltung zu unserem Anspruch passen. Wir arbeiten unter anderem mit Fleisch aus Weidehaltung und verarbeiten in unserer eigenen Manufaktur in Garmisch-Partenkirchen. Und wir schreiben nicht einfach nur eine schöne Fleischsorte auf die Vorderseite. Wo wir Fleischstücke und Anteile angeben, nennen wir auch die tatsächlichen Prozentwerte.

Bei unserer PUR-Linie wird es noch einfacher: eine Sorte, eine deklarierte Zutat. Nicht, weil eine kurze Zutatenliste automatisch jedes Futterproblem löst. Und auch nicht, weil PUR ein Diätfuttermittel wäre. Ist es nicht. Aber wenn im Rahmen einer Ausschlussdiät eine bestimmte Proteinquelle ausdrücklich erlaubt wurde, wollen wir dir eine Belohnung anbieten, bei der du die Zutatenliste nicht erst entschlüsseln musst. Genau diese Schlichtheit mögen wir selbst. Gerade wenn ohnehin schon genug Gedanken darum kreisen, was der Hund bekommen darf und was nicht.

Welche Leckerlis kommen in Frage?

1. Das Diätfutter selbst

Die einfachste Lösung liegt oft schon im Napf: Nimm einen Teil der vorgesehenen Tagesration zur Seite und nutze ihn unterwegs oder beim Training als Belohnung. Das funktioniert gut bei Trockenfutter, bei Nassfutter weniger.

2. Selbst gemachte Leckerlis

Bei einer Diät mit neuer Proteinquelle kannst du das Diätfleisch in kleine Stücke schneiden und im Backofen trocknen. Das ist günstig, aber aufwendig, die Snacks halten nur wenige Tage und du musst sauber arbeiten, damit nichts anderes hineingerät.

3. Gefriergetrocknete Leckerlis aus einer Zutat

Bei einer Diät mit neuer Proteinquelle sind gefriergetrocknete Snacks aus nur einem Stück Fleisch oder Fisch praktisch: ohne Kühlung lagerbar, leicht, gut zu teilen und intensiv im Geruch, was beim Training hilft. Unsere Monoprotein PUR-Linie besteht pro Sorte aus einer einzigen deklarierten Zutat, hergestellt in unserer Manufaktur in Garmisch-Partenkirchen. Unsere PUR-Produkte sind keine Diätfuttermittel. Wenn eine PUR-Sorte genau zu der Proteinquelle gehört, die für deinen Hund vorgesehen ist, kann sie nach Rücksprache mit deiner Tierarztpraxis als Belohnung in Frage kommen.

Was wir dir geben können, ist eine kurze und klare Zutatenliste. Was wir dir nicht versprechen können, ist, dass ein Snack allein deshalb automatisch zu jeder Ausschlussdiät passt. Das entscheidet der Tierarzt anhand des Diätprotokolls, nicht die Packung.

Das passende Leckerli zur Diät

Gilt nur für Diäten mit neuer Proteinquelle und nach Freigabe durch den Tierarzt:

Wichtig: Ist in deiner Diät neben der Proteinquelle auch eine Kohlenhydratquelle vorgesehen (zum Beispiel Kartoffel), gilt weiterhin das festgelegte Diätprotokoll. Ob zusätzlich ein Snack nur aus der gewählten Proteinquelle erlaubt ist, sollte mit der Tierarztpraxis abgestimmt sein.

Wie viele Leckerlis sind okay?

So praktisch ein Leckerli im Alltag auch ist: Während der Ausschlussdiät hat euer Diätplan immer Vorrang. Wenn zusätzliche Leckerlis ausdrücklich erlaubt sind, sollten sie als allgemeine Faustregel höchstens etwa 10 Prozent der täglichen Energie liefern. Gefriergetrocknetes Fleisch ist konzentriert, ein kleines Stück reicht. Brich die Stücke fürs Training einfach in kleinere Happen. Wenn du viel belohnst, ziehe die Menge von der Tagesration ab, damit dein Hund nicht zunimmt. Wie du die Menge in Gramm ausrechnest, zeigt unser Snackberater für Hunde.

Tipps für Training und Alltag

  • Leckerli-Beutel nur mit Diät-Snacks füllen, und alte Leckerlis aus Jacken und Taschen entfernen.

  • Der Hundeschule Bescheid geben und eigene Belohnungen mitbringen.

  • Ein Schild am Kühlschrank hilft, dass niemand in der Familie „aus Versehen“ etwas füttert.

  • Tagebuch führen: Notiere jede Belohnung, so findest du Fehlerquellen schnell.

  • Ein Topping aus der Diät-Proteinquelle kann das Diätfutter für wählerische Hunde interessanter machen, wenn der Plan es zulässt.

Häufige Fragen

Darf mein Hund während der Ausschlussdiät gar keine Leckerlis bekommen?

Doch, aber nur solche, die zur gewählten Diät passen: bei einer Diät mit neuer Proteinquelle Snacks aus genau dieser Quelle ohne weitere Zutaten, bei einer hydrolysierten Diät Belohnungen aus der verordneten Ration oder vom Tierarzt freigegebene Produkte.

Sind getreidefreie Leckerlis automatisch geeignet?

Nein. Getreidefrei heißt nur, dass kein Getreide enthalten ist. Die meisten Hunde reagieren aber auf tierische Proteine wie Rind oder Huhn, die in vielen getreidefreien Snacks stecken.

Kann ich Kauartikel geben?

Bei einer Diät mit neuer Proteinquelle kann ein Kauartikel aus genau dieser Proteinquelle in Frage kommen, wenn die Tierarztpraxis ihn freigibt. Bei einer hydrolysierten Diät sind Kauartikel aus intaktem tierischem Protein in der Regel nicht Teil des Protokolls. Kauartikel aus Rind oder Büffelhaut passen in den meisten Ausschlussdiäten nicht.

Was mache ich, wenn mein Hund doch etwas Falsches gefressen hat?

Notiere es im Tagebuch und beobachte die nächsten Tage. Kommt der Juckreiz zurück, besprich mit deiner Tierärztin, ob die Diät verlängert werden sollte.

Fazit

Eine Ausschlussdiät verlangt Konsequenz. Aber sie bedeutet nicht, dass die schönen kleinen Momente mit deinem Hund verschwinden müssen. Training, gemeinsame Spaziergänge und Belohnungen gehören weiterhin zu eurem Alltag. Du musst nur genauer hinschauen, was in die Leckerli-Tasche kommt.

Genau deshalb mögen wir Produkte, bei denen die Zutatenliste nicht länger ist als nötig. Unsere Monoprotein PUR-Linie besteht pro Sorte aus einer einzigen deklarierten Zutat und wird bei uns in Garmisch-Partenkirchen hergestellt. Sie ist kein Diätfuttermittel und nicht automatisch für jede Ausschlussdiät geeignet. Wenn die jeweilige Proteinquelle aber zu eurem tierärztlich festgelegten Diätprotokoll passt, kann sie eine unkomplizierte Möglichkeit sein, auch während dieser Wochen weiter zu belohnen. Alle Hintergründe findest du im Ratgeber Hundefutter bei Allergie.

Denn am Ende sollte eine Ausschlussdiät vor allem eines bringen: Klarheit darüber, was dein Hund bekommt. Und genau bei dieser Klarheit machen wir bei WildFrost keine Kompromisse.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine tierärztliche Beratung. Plane die Ausschlussdiät gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis.

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